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Raymond J. Steiner kennt Jarczyk bereits seit mehren Jahren und verfasste bereits zwei Bücher mit Bildern und Texten. Sie sind erhältlich bei Amazon.com.

Raymond J.Steiner knows Jarczyk for many years and wrote 2 books containing text and illustrations. (see Amazon.com)

Heinrich J. Jarczyk: Etchings - Radierungen - Eaux-Fortes: 1968-1998,
Heider Verlag - Bergisch Gladbach (Germany), 112 S./pages, 84 Abb./plates (1998),
ISBN: 3873143275
Heinrich J. Jarczyk: toward a vision of wholeness, Auf der Suche nach einer globalen Vision
Laumann Verlag Dülmen, (Germany), 144 S./pages, 122 Abb./plates (1992),
Titel beim Verlag vergriffen
ISBN:3-87466-162-8

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Der folgende Text liegt in deutsch und englisch vor.

The following text is written in German and in English.


Von RAYMOND J. STEINER

Es war ursprünglich meine Absicht, mit Heinrich J. Jarczyk ein Interview so zusagen "unterwegs" zu führen, vielleicht bei einer Tasse Kaffee, während er mich durch Köln führte, um das dortige Kunstmuseum zu besichtigen oder den herrlichen Dom und die Altstadt. Ich hatte Jarczyk zuvor in New York City bei seiner ersten Ausstellung in den Vereinigten Staaten kennengelernt und konnte da einen Teil seiner Arbeiten sehen und einige Worte mit ihm wechseln. Dieser flüchtige Eindruck weckte meinen Appetit nach weiterem und bewog mich im Januar 1989, während ich mich in Europa aufhielt, für einen Sonntag ein Treffen mit ihm zu vereinbaren. Jener Ein-Tages-Besuch und das Interview dehnten sich allerdings auf fünf Tage aus, in denen die Person Jarczyk und sein Werk vor meinen Augen Gestalt annahmen.

Heinrich J. Jarczyk wurde in Neisse geboren, eine Stadt im damals deutschen Schlesien, die seit ihrer Einverleibung in den Sowjet-Block nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr in der Form existiert, wie der Künstler sie in Erinnerung hat. Kunst und Wissenschaft, die beiden dominierenden Passionen in seinem Leben, machten sich bereits in jenen frühen Jahren in Neisse bemerkbar. Geboren mit einem scharfen Auge für genaue Beobachtung, verwandelte er Szenen des täglichen Lebens in vergeistigte Panoramen mit einem Hauch von Romantik und Anklängen an den Impressionismus. Bei den Versuchen, seine Visionen zu Papier zu bringen, stützte er sich auf die Lehren, die er aus dem Studium der graphischen Kunst von Männern wie Liebermann, Whistler und Menzel empfangen hatte. Es war jedoch vor allem Adolph von Menzel, ein hervorragender Zeichner und Maler des 19. Jahrhunderts, der den größten Einfluß auf den jungen Jarczyk ausübte. Jarczyk sagt über ihn, "wenn er fünf Taschen in seinem Rock hatte, befand sich in jeder ein Skizzenbuch - und eins in seiner Hand." Es waren Menzels Hang zu fortwährendem Skizzieren und seine Treue gegenüber dem Detail, die den jungen Jarczyk bewogen, ihm nachzueifern. Sogar heute noch hat Jarczyk sein Skizzenbuch immer zur Hand, auch wenn nicht in jeder Jackentasche eins steckt. Obwohl das Zeichnen seit seiner frühesten Jugend seine gesamte Freizeit ausfüllte, erhielt er richtigen Zeichenunterricht erst mit dem Eintritt in das Carolinum Gymnasium, von dem er 1943 mit Erlangung der Hochschulreife abging.

Die bevorstehende Einberufung zum Wehrdienst nach dem Abitur veranlaßte ihn, jeden verfügbaren Moment seiner noch verbleibenden Freiheit als Zivilist zu nutzen, um die bekannten Sehenswürdigkeiten seiner Geburtsstadt in wirklichkeitstreuen Zeichnungen festzuhalten, die nach und nach sein Skizzenbuch füllten. Dieses Souvenir von der geliebten Heimatstadt trug Jarczyk während des gesamten Krieges in seiner Uniformjacke. Eine Kopfwunde machte ihn schließlich kampfunfähig. Nach der Gefangennahme durch kanadische Einheiten wurde er für den Rest des Krieges in Belgien inhaftiert. Bei Antritt seiner Gefangenschaft wurde er gezwungen, sich von allen persönlichen Habseligkeiten zu trennen und den Inhalt seiner Taschen in einen offenen Sack zu werfen, den man ihm hinhielt. Eine instinktive Bewegung, um das Skizzenbuch zu verbergen, das er unter seinem Hemd versteckt hielt, wurde von dem diensthabenden Offizier beobachtet, und auf dessen Veranlassung mußte Jarczyk auch diesen Schatz abliefern. Das Skizzenbuch landete jedoch nicht im Sack bei der übrigen persönlichen Habe, sondern in der Tasche des kanadischen Offiziers. Jarczyk sollte sein Skizzenbuch, ebenso wie seine geliebte Heimatstadt Neisse, nie wiedersehen. Beide wurden Opfer des Krieges.

Derartige Verluste - und natürlich die Wunde, die beinahe sein Leben gekostet hätte - haben seiner Persönlichkeit eine Dimension von Wärme und Humor verliehen, die man öfter bei jenen findet, die dem Tod um Haaresbreite entgangen sind. Und es sind genau diese Qualitäten, die die strenge Exaktheit getreulicher Wiedergabe mildern, die er so bewußt von seinen Lehrern übernommen hat und die für Jarczyks Arbeiten heute charakteristisch sind, Qualitäten, die sein Werk über die sklavische Reproduktion des Sichtbaren hinaus zu Kunstwerken außerordentlicher Sensibilität erheben. Ich möchte hinzufügen, daß die gleichen Qualitäten - menschliche Wärme und Humor - in Form herzlicher Gastfreundschaft auch für meinen verlängerten Aufenthalt in Köln verantwortlich waren. Hausgast bei Herrn Jarczyk zu sein, ist in der Tat ein unvergeßliches Vergnügen. Darüber hinaus verschaffte es mir die Gelegenheit, den Mann in seiner eigenen Arbeitssphäre zu erleben, umgeben von seinen Büchern und Kunstwerken und ihm sogar bei der Vorbereitung einer Ausstellung zusehen zu dürfen, die nach meiner Abreise nach Bern stattfinden sollte. Diese Ausstellung, "Impressionen aus Frankreich", in der Neuen Galerie - Sammlung Ludwig in Aachen (21. Januar bis 12. Februar 1989) enthielt ein Gemälde, "1789 - 1989", das mich veranlaßte, einen kurzen Artikel zu verfassen, während ich mich noch in Deutschland aufhielt. Die Kollektion der Exponate war ziemlich repräsentativ für viele Einzelausstellungen die Jarczyk sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa hatte: Gezeigt werden sollte eine Auswahl von Radierungen, Aquarellen, Ölgemälden und Zeichnungen aus seinen allgegenwärtigen Skizzenbüchern, die ihn auf sämtlichen Reisen begleiten.

Nach dem Krieg gab es für Jarczyk keine unmittelbare Zukunft als Künstler - die Leute hatten kein Geld, um Kunstwerke zu kaufen, in vielen Fällen nicht einmal Wände, um sie aufzuhängen. Daher begann er, an der Universität München Naturwissenschaften zu studieren (mit Kunst als Nebenfach). "Ich besaß nicht einmal ein Paar Schuhe", sagt er mit einem wehmütigen Lächeln, "deshalb mußte ich mit zwei verschiedenen Schuhen zur Universität gehen." Nach Erlangung der Doktorwürde auf naturwissenschaftlichem Gebiet (1952) war er bis zu seiner Pensionierung (1986) als Forscher in der Industrie bei der Firma Bayer tätig. Obwohl er bis dahin keine Vollzeit-Karriere als Künstler ins Auge gefaßt hatte, vernachlässigte Jarczyk in all den Jahren, bestärkt durch einen wohlwollenden Vorgesetzten, niemals seine künstlerischen Fähigkeiten. Ähnlich wie sein Mentor Menzel trug er ein Skizzenbuch bei sich, wo er ging und stand. Im Verlaufe von mehr als dreißig Jahren hat er auf diese Weise eine Sammlung von Zeichnungen, Radierungen und Gemälden von Szenen, Leuten und Architektur angehäuft (u.a. während seiner Reisen durch Ägypten, Südamerika, Europa und die Vereinigten Staaten), von denen viele seit seiner ersten Ausstellung im Klemmhof in Neustadt/Weinstraße (1982) gezeigt worden sind. Sein Kunstgeschichtsstudium hatte er übrigens angereichert durch eigenständige Literaturstudien - eine Tatsache, die offensichtlich war, als wir Museen und geschichtsträchtige Orte besuchten. Jarczyks enzyklopädisches Wissen über Kunst und Kultur Europas vom Altertum bis zur Gegenwart ist einfach ehrfurchteinflößend. Ich hätte mir keinen kundigeren Führer wünschen können, als wir das Wallraf-Richartz-Museum, die Gebeine Karls des Großen im Dom zu Aachen oder das Römisch-Germanische Museum besichtigten.

Es ist natürlich Jarczyks kühles, beobachtendes (wissenschaftliches) Auge, trainiert während vieler Jahre, das es ihm ermöglicht, peinlich genaue Details in seine Arbeiten einzufügen. Deutlich erkennbar ist jedoch, daß die Hand, die die Aufzeichnungen vornimmt, von dem Künstler und nicht von dem Wissenschaftler geführt wird. Man muß sich nur ansehen, was er im Interesse der Komposition weggelassen hat, um zu erkennen, daß er eben nicht ein bloßer Chronist der Ereignisse ist. Jenes Auge für das Detail - jenes wissenschaftliche Auge - war in der Tat bereits vor der Ausbildung in München vorhanden. Es war ebenso schon da vor dem Zeichenunterricht in der Oberschule. Daß der junge Jarczyk mit dem Auge des Künstlers sehen konnte, lange bevor es durch Schulung bis zur Perfektion geschärft war, wird deutlich anhand der Geschichten, die er über Erlebnisse als Kriegsgefangener erzählt. Bei einem Versuch, die Langeweile der Gefangenschaft zu mildern, ersann er eine Methode, primitive Radierungen mit Hilfe von Blechstücken und einer gewöhnlichen Nadel auszuführen. Gedruckt wurde auf jeder Art von Papierfetzen, die zur Verfügung standen. So erfinderisch dieser behelfsmäßige Prozeß auch war, seine Themen sind es, die den Künstler hinter dem Wissenschaftler enthüllen. Um nämlich die Entwendung des Skizzenbuches zu kompensieren, begann Jarczyk, die Zeichnungen und Radierungen der Sehenswürdigkeiten seiner Geburtsstadt aus der Erinnerung zu rekonstruieren. Ein heutiger Vergleich jener Zeichnungen aus der Kriegszeit mit Bildern der tatsächlichen Straßen und Gebäude des alten Neiße zeigen seine geradezu unheimliche Fähigkeit, optische Eindrücke im Gedächtnis zu behalten. Manche Arbeiten weisen eine derart exakte Wiedergabe architektonischer Einzelheiten auf, daß man eine Entstehung an anderer Stelle als vor Ort für unmöglich hält.

Wenn auch die Treue zum Detail Jarczyks Kunst auf Papier und Leinwand in fast greifbarer Form entstehen läßt (zu einem bestimmten Zeitpunkt unseres Besuchs im Wallraf-Richartz-Museum hatte ich eine Art déja vu, wobei mir in diesem Moment nicht klar war, daß ich genau an der Stelle stand, wo Jarczyk das Bild "Der Kunstfreund" gemalt hatte, eine Arbeit, die mir vorher in seinem Studio aufgefallen war), so ist es doch seine Sensibilität gegenüber Licht und Schatten, Stimmung und innerstem Wesen, die seine Kunst über die Wahrnehmung durch Auge und Geist hinausträgt. Die Werke, die man gewissermaßen "lesen" muß, zum Beispiel sein bereits erwähntes "1789 - 1989" haben einen intellektuellen Gehalt, der durch Detailgenauigkeit noch verstärkt wird. Andere, von der Absicht her weder anekdotisch noch mit einer speziellen Botschaft befrachtet, beschwören das Pathos des Dahinschwindens alles Lebenden herauf, indem sie das letzte Tageslicht einfangen, die gänzliche Ruhe einer stillen Straße, die dem Wandel der Zeit ausgeliefert ist oder gewisse magische Augenblicke im Leben eines Menschen, erhascht offenbar jenseits des unerbittlichen Vergehens der Zeit. Diese Werke sind die Arbeiten eines Mannes, der die unwiderrufliche Endgültigkeit von Verlusten kennt - Verluste, die nur ersetzt werden können durch jene unerklärlichen Momente von Schönheit, die gelegentlich unser Leben streifen und denen wir unsere Seelen öffnen. Sie sind die Arbeiten eines Mannes, der weiß, daß das Leben ohne derartige Momente eine unerträgliche Folge von Absurditäten wäre.

Abgesehen von den vielen Einzelausstellungen, die Jarczyk überall auf der Welt hatte, gewann er auch den Kulturpreis von Neisse (1992) und repräsentierte sein Land auf der Biennale Internazionale Dell´Arte Contemporanea 1999 in Florenz / Italien. Er ist ein aktives Mitglied des National Arts Club, New York City, NY (USA) sowie der Münchner Künstlergenossenschaft kg. priv. 1868 und der Künstlergilde Esslingen / Deutschland. Über den Künstler liegen zwei Monographien vor: "Heinrich J. Jarczyk: Toward a Vision of Wholeness", von Raymond J. Steiner (Laumann-Verlag, Dülmen) und "Heinrich J. Jarczyk: Etchings 1968 - 1998", von Raymond J. Steiner (Heider Druck GmbH). Darüber hinaus gibt es zahlreiche Artikel über seine Arbeit sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa.

Raymond J. Steiner
Profile, April 1989

Aus dem Englischen übersetzt von J. Iwan


By RAYMOND J. STEINER

IT WAS MY intention to interview Heinrich J. Jarczyk "on the run," so to speak, perhaps over a cup of coffee as he took me on a tour of Cologne to see its art museum, its magnificent cathedral, its "old" town. I had previously met Jarczyk in New York City at his premiere opening in the United States and had a chance to see his work and exchange a few words with him; that brief taste whetted my appetite for more and, while in Europe during January, 1989, called for an appointment to visit him on a Sunday. That one-day visit/interview stretched to five as Jarczyk - and his work - unfolded before my eyes.

Heinrich J. Jarczyk was born in Neisse, a town in Silesian Germany, that, since its absorption into the Soviet bloc after World War II, no longer exists as the village he remembered. Art and science, the two controlling passions of his life, made themselves felt in those early years in Neisse. Born with a keen eye for close observation, he transmuted the scenes of everyday life into inward panoramas tinged with romanticism and impressionism. When he attempted to capture his visions on paper, it was through the lessons learned from the graphic art of such men as Liebermann, Whistler and Menzel. It was Adolph von Menzel, however, a superb 19th century draftsman and artist, who exerted the most influence on the youthful Jarczyk. As Jarczyk describes him, "if he had five pockets in his jacket, he had a sketchbook in each - and one in his hand." It was Menzel's propensity for constant sketching and his precise attention to detail that the young Jarczyk resolved to emulate. Even today, if not one in every pocket, Jarczyk is never far from his skizzenbuch. Although drawing consumed his spare moments from his earliest days, his first formal drawing lessons were not received until he attended the Carolinum College in Neisse where he graduated in 1943.

His impending call to military service after graduation prompted him to spend every spare moment of his remaining civilian freedom in capturing the familiar landmarks of his native town in meticulous drawings which gradually filled his sketchbook. It would be this souvenir of his beloved hometown that Jarczyk would carry within his army blouse during the war. A head wound soon took him out of action and he was captured by the Canadian army and imprisoned in Belgium for the duration of the war. Upon his capture, he was made to relinquish all personal effects and empty his pockets into an open sack held before him. An instinctive movement to conceal the sketchbook hidden in his shirt was observed by the Canadian officer in charge and, upon his insistence, Jarczyk was forced to hand over his treasure. The sketchbook, however, did not go into the sack along with his other possessions but into the pocket of the Canadian officer. Jarczyk was never to see his sketchbook - or his beloved hometown of Neisse - again. Both became casualties of the war.

Such losses - and of course the wound which nearly claimed his life - have added a dimension of warmth and humor often found in those who have had intimate brushes with mortality. And, it is precisely these qualities which temper the stern exactitude of faithful rendering which he so determinedly learned from his masters and which characterize Jarczyk's work today, qualities which lift his work from slavish reproductions of the visible world into artworks of supreme sensibility. Those same qualities of warmth and humor, I might add, translated as they were into a cordial hospitality, were also responsible for my extended stay in Cologne. To be a houseguest of Mr. Jarczyk was indeed a memorable pleasure. More than that, it gave me the opportunity to see the man in his own working space, surrounded by his books and art and even to watch him hang a show for an exhibition which was to take place after my departure for Bern, Switzerland. The exhibition, "Impressionen aus Frankreich" (Impressions of France), at the Neue Galerie-Sammlung Ludwig in Aachen (21 January thru 12 February), contained one painting, "1789-1989," that prompted my writing a short piece while in Germany. The exhibit was fairly representative of the many one-man shows Jarczyk has had in both the United States and Europe: a series of etchings, watercolors, oils, and drawings garnered from the ever-present sketchbooks which accompany him on all his travels.

After the war, Jarczyk saw no immediate future as an artist - people had no money to buy art nor, in many cases, walls upon which to hang it - and began studies in the natural sciences (with fine arts as a minor) at the Munich University. "I did not even own a pair of shoes," he says with a wistful smile, "but attended university with two different shoes on my feet." After receiving his doctorate in natural science in 1952, he thereupon pursued a career in research and industry at the Bayer Company until his retirement in 1986. And, although he had not embarked on a full-time career dedicated to his art until then, Jarczyk, encouraged by one sympathetic supervisor, never neglected his art during his years as a scientist, carrying, as did his mentor Menzel, a sketchbook wherever he went. Over the course of those thirty-odd years he had amassed a collection of drawings, etchings, and paintings of scenes, people and architecture from his travels throughout Egypt, South America, Europe and the United States, many of which have been shown in the exhibits of his work since his first show at the Klemhof in Neustadt/Weinstrasse in 1982. He had also filled out his studies in art history by individual reading - a fact made evident as we toured the museums and historical sites. Jarczyk's encyclopaedic knowledge of the art and culture of Europe from ancient times to the present is formidable. I could have asked for no more knowledgeable guide as we viewed the collection of the Wallraf-Richartz-Museum, the remains of Charlemagne at the Dom, or the Romano-Germanic Museum.

It is, of course, Jarczyk's cool, observant (and scientific) eye which he has trained over the years that accounts for the meticulous detail he is able to include in his works. It is the hand , however, which is responsible for the recording and it is evident that it is the artist and not the scientist who guides that hand. One need only look at what he has left out in the interests of composition to see that he is no mere chronicler of events. That eye for detail - that "scientific" eye - in fact, was there before the training at Munich. It was there before the drawing lessons at high school as well. That young Jarczyk saw with the eye of an artist long before it was honed to perfection by schooling is made evident by his recounting of his experiences as a prisoner of war. In an effort to relieve the tedium of prison life, he devised a method of primitive etching through the use of pieces of tin and an ordinary needle, printing on whatever scraps of paper came his way. As ingenious as was this makeshift process, it was his subjects which reveal the artist beneath the research scientist for, to compensate for his confiscated sketchbook, Jarczyk began to recompose drawings and etchings of the landmarks of his hometown from memory. A comparison today of those wartime drawings with pictures of the actual streets and buildings of old Neisse show the uncanny ability of his being able to carry visual images in his mind; many contain such exact duplication of architectural detail that it seems impossible they were not drawn at the actual site.

If adherence to detail fixes Jarczyk's art to paper or canvas in an almost tangible form (at one point in our tour of the Wallraf-Richartz-Museum I had a sense of déja vu, not realizing until later that I was standing at the precise spot where Jarczyk had painted his "Der Kunstfreund" (The Artlover), a work which I had seen earlier at his studio), it is his sensitivity to light and shadow, to mood and essence, which carries his art past the eye and mind. Those meant to be "read," for example his "1789-1989" mentioned above, have an intellectual content reinforced by detail. Others, neither anecdotal nor specifically message-laden in intent, evoke the pathos of life's evanescence, capturing the day's last light, the utter tranquility of a silent street doomed to the vicissitudes of time, or that magic moment of a human caught outside the inexorable passage of time. These latter are the works of a man who knows the irrevocable finality of loss - a loss that can only be compensated for by those inexplicable moments of beauty which visit our lives and to which we open our souls. They are the works of a man who knows that without such moments of beauty, life would be an unendurable series of absurdities.

In addition to the many one-person exhibitions Jarczyk has had around the world, he has also won the Cultural Award of Neisse (1992) and has represented his country in the 1999 Biennale Internazionale Dell'Arte Contemporanea in Florence, Italy. He is an exhibiting member of the National Arts Club, New York City, NY (USA); Member of the Münchener Künstlergenossenschaft kg. priv. 1868; and of the Künstlergilde Esslingen, Germany. Two monographs on the artist are extant: Heinrich J. Jarczyk: Toward a Vision of Wholeness by Raymond J. Steiner (Laumann-Verlag, Dülmen); Heinrich J. Jarczyk: Etchings 1968-1998 by Raymond J. Steiner, (Heider Druck GmgH) as well as numerous articles both in the U.S. and Europe about his work.

Raymond J. Steiner
Profile, April 1989


Erstellt 1999-2012 von Alexander Sparkowsky, Berlin
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